DGS-Regionalgruppe Hamburg (DGS Raumbildfreunde Hamburg)

 

Als eine der ersten Regionalgruppen außerhalb Berlins, wo die Deutsche Gesellschaft für Stereoskopie e.V. 1927 gegründet wurde, blicken die Raumbildfreunde Hamburg auf eine lange stereoskopische Tradition zurück.

Gründung 1932

Der Direktor der Hamburger Photo-Schule A. Schwoerer wurde am 5. November 1932 zum 1. Vorsitzenden der Raumbildfreunde Hamburg gewählt. Vom Vorstand der DGS wurde dieser Ortsgruppe eine rührige Tätigkeit bescheinigt.

Nach dem Krieg

Mit dem 2. Weltkrieg kam auch die Arbeit der Ortsgruppe zum Erliegen. Nach dem Krieg wurde seitens des Vorstandes der Gründung von Ortsgruppen wieder besondere Bedeutung beigemessen. Somit waren auch in Hamburg seit 1958 Bemühungen von Herrn Franz Schupp zur Gründung einer Ortsgruppe im Gange. Leider kam es aber vorerst noch nicht dazu.

Die Ära Brehmer

Erst 1967 wurde unter der Leitung von Edgar Brehmer wieder eine Ortsgruppe in Hamburg gegründet. Über viele Jahre hinweg hat Edgar Brehmer (bis 1994) die Geschicke dieser Gruppe unter der Bezeichnung „Raumbildfreunde Hamburg“ gelenkt. 1980 beriet er das Nordfernsehen N3. Der NDR brachte danach (1982) fünf Versuchssendungen und zwei Spielfilme in der Anaglyphentechnik. Die Gruppentreffen fanden damals in unterschiedlichen Räumlichkeiten statt, zuletzt unregelmäßig im Restaurant „Klinker“ in Hamburg-Hoheluft.

Die Neugründung

Vor dem Hintergrund der novellierten DGS-Satzung folgten 17 DGS-Mitglieder dem Wunsch des neu gewählten Vorstandes und gründeten am 4. Oktober 1995 die „DGS-Raumbildfreunde Hamburg“ offiziell als Verein. Zum 1. Vorsitzenden wurde Peter Schnehagen gewählt. Am 5. November 2007 feierte die DGS-Reginonalgruppe Hamburg ihr 75-jähriges Bestehen. Mit Stand vom 12. August 2007 zählte sie mittlerweile 36 Mitglieder. Erfreulich war auch, daß durch die zunehmende Bedeutung des Internet in letzter Zeit auch jüngere Interessenten „angelockt“ wurden.

3D-Projektionen

In den ersten Jahren der neuen Ära fanden die 3D-Projektionen im Sasel-Haus statt, wo von Oktober 1994 bis März 2001 insgesamt 27 Projektionsabende veranstaltet wurden, ergänzt durch manchen privat durchgeführten werbewirksamen 3D-Vortrag. Durch den Wechsel vom Sasel-Haus zum Bürgerhaus Wandsbek erlebten die Hamburger Stereoskopiker eine abermalige Steigerung in der Qualität des Veranstaltungsortes. Vom September 2001 bis November 2006 präsentierten die Raumbildfreunde Hamburg und Gastreferenten insgesamt 30 öffentliche 3D-Schauen. Ab Januar 2007 fanden die 3D-Projektionen im „Nachbarschaftstreff Langenfelde“ in Hamburg-Langenfelde statt. Mindestens einmal jährlich konnten sich die Zuschauer auch auf einen besonderen Gastvortrag eines auswärtigen DGS-Mitglieds freuen. Am 30. Oktober 2007 konnten wir erstmalig als Gäste im Freizeitzentrum Schnelsen unsere 3-dimensionalen Bilder einem neuen Publikum vorstellen.

Vorstandswechsel

Die Vorstandswahl der DGS am 31. Oktober 2004 brachte auch für die Raumbildfreunde Hamburg Veränderungen mit sich. Der langjährige 1. Vorsitzende Peter Schnehagen wurde zum 1. Vorsitzenden der DGS gewählt und übergab nach der Vorstandswahl der DGS-Regionalgruppe Hamburg am 3. November 2004 sein Amt an Rüdiger Kolman, der den Verein bis November 2011 führte. Nachdem sich nach seinem Rücktritt trotz intensiver Suche niemand fand, der das Amt offiziell übernehmen wollte, wurde der Verein einstimmig im November 2012 aufgelöst. Die Raumbildfreunde Hamburg sind jetzt wieder eine normale Regionalgruppe der Deutschen Gesellschaft für Stereoskopie e.V. ohne Vereinsstatus. Das ändert aber nichts an den Aktivitäten. Als Ansprechpartner fungieren derzeit Peter Schnehagen und Gisela Will.